Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zwey und zwanzigtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 351 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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4L OXO 4L - W Söhne Samuels, oder Rüben der Sohn Jacobs, (der nach der heil. Schrift das Ehebette seines Vaters beflecket hat) oder David sich durch dett Ehebruch mit der Bethsaba versündiget hakten/ gewaltig irre. Nach der heil. Schrift ist jeder Erlisch bek-- bunden, seinen Schöpfer immerdar zü loben und zu preisen, z. E. nach dem;6ten Ps. v. 4. „Der Herr ist groß und hoch zu loben," ünd Ps. 54, 2. „Ich will den Herrn loben allezeit, sein Lob soll immerdar in Meinem Munde sehn; Ps. 145, 2.? . „Ich will dich täglich loben, ünd deinen Nahmen rühmen immer und ewiglich." — Ganz anders der Talmud. Denn der Tractat Megilla, S. i8. Col. i. verbietet ausdrücklich das Lob des Heiligen und Hochgelobken Gottes, tausgenommen was in den gemeinen und vorgeschriebenen Gebeten etwa mit einfließt) zu verkündigen. Rabbi Elteser sagt: Was haben die Worte Ps. 106) 2. zu bedeuten : Wer kann die grossen Thatendes Herrn aussprechen, und alle sein Lob verkündigen?" Und antwortet: Derjenige! soll es thun, welcher es im Stande ist. Weil es aber niemand im Stande ist, so soll und muß es unterbleiben. Daher Rabbs ein Enkel des Chans, im Namen des Rabbi ^sochanans drohet, daß derjenige, welcher das Lob des Heiligen und Hochgelobten mehr als sich gebühret, (d. i. mehr als ihm von seinen Rabbinen erlaubt ist,) verkündiget, von der Welt ausgerortet werde, nach Hiob 37, 20. wo es heißt: „Wer wird ihm erzählen, was ich rede, " dem