Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Vierzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 211 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS GXO LS 2i r Bücher, sonderlich die Cabbalistischen gerne mit sich ins Grab nähmen, damit sie nicht in ungewaschene Hände fallen könnten; z) um den Richter der Welt am jüngsten Tage sogleich eine Probe Voranzeigen, womit er der Welt genutzt habe. Diese Cerimonie suchen sie von dem Könige Hiskias herzuleiten. Denn da die Rabbinen über 2 B. Chron. z2,zz. „UndHiskiasentschliefmit feinen Vätern, und sie begruben ihn über die Gräber der Kinder David, und ganz Juda, und die zu Jerusalem thaten ihm Ehre in seinem Tode," forschen, worinnen eigentlich diese Ehre bestanden habe, so lhun sie davon diese Entscheidung: sie hätten eine Thorah, oder Gesetzrolle auf seinen Sarg gelegt, und dabey gesprochen: Dieser hat gehalten, was in diesem enthalten ist. — So viel von dem Begräbnisse eines Rabbi. Wenn sie eine Sechswöchnerin begraben, so müssen sie zuerst genau darauf sehen, daß man ihr alle Geräthe und Kleidungsstücke, die von ihr sind besudelt worden, in den Sarg lege, und damit nichts vergessen werde, so darf sie nicht einmal abgewaschen, und in Sterbekleider gelegt werden. Dem zufolge werden sogar die Flecken aus den Betten geschnitten, und ihr mitgegeben. An einigen Orken, pflegen sie ihr die Sterbekleider mit in den Sarg zu legen, ja manche bekleiden eine solche Person oben über ihr anhabendes Gewand, noch mit ihren besten Feyerkleidern, weil sie dafür halten, daß die Verblichene an diesem Aierrathe noch im Grabe ein besonderes Vergnügen habe. O 2 Wenn