Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Dreyzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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'ryS LZ. OXO LZ nem schwarzen Tuche bedeckt. Ihm folgen die Abelim, d. i. die Leidtragenden, welche sowohl als die Träger, wo möglich schwarz gekleidet seyn sollen. Auf diese folgt die ganze Gemeine der Mannspersonen, welche durchaus nicht in einer gleich abgetheilten Reihe, sondern durch einander, ohne alle Ordnung gehen sollen. Man will dadurch vermeiden, daß sie nicht gezählct werden können. Denn Menschen zu zählen, hält man für gefährlich, wie nicht weniger, unter 4 Ellen vor dem Sarge herzugchen, welches gleichfalls zu vermeiden ist. Hierbey redet der Verfasser des Siephev Hachajim die Leichenbegleiter an, daß ein jeder unter ihnen, nach einer beständigen Abwechselung', die Leiche wenigstens 4 Ellen weit tragen soll, weil dieses ein Liebeswerk sey, das Gott gewiß nicht unbelohnk lasse. Ja diese Belohnung erstrecke sich sogar auf andere Religionsverwandte , die dergleichen Dienst übernähmen. Zum Beweise sollen alle diejenigen Leute dienen, welche die Sara zum Grabe begleitet, und welche alle nicht eher als Abraham gestorben, und also zu einem hohen Alker gelanget wären. Denn der Heilige und Hochgelobre lasse keine gute That, ste geschehe auch von wem sie wolle, unvergolten, wie er denn sogar diejenigen Thiere, welche die Stiftshätte getragen haben, ewig leben lasse, (sie existiren also noch bis auf den heutigen, wo nicht auf der Erde, doch wenigstens in dem Gehirne der Juden,) wie vielmehr werde er also die Menschen fürdergleichen Dienst?belohnen. An