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Der Jude · 1770-01-01 · Eilftes Stück (1770) · p. Seite 176

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
Fünfter Band (1770)
Issue
Eilftes Stück (1770)
Date
1770-01-01
Page
Seite 176 (sequence 16)
Language
German
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»76 LS GXO LS daß, »penn sie die Leiche von dem Strohe auf das Bret kragen, nicht etwa eine Hand oder Fuß herunter hänge, welches ihr auch zur Schande gereichte; daher sich auch mit dem kleinsten Kinde, zu dessen Verhütung wenigstens 2 Personen beschäftigen müssen. Denn sie glauben, man müsse einen Tobten eben so ehrerbietig tractiren, als einen Lebendigen. Auch auf dem Brete soll die Leiche die Füsse nach der Thüre kehren; hernach werden ihr die Kleider bis aufs Hemde ausgezogett; das Hemde aber wird unter einem Tuche, welches matt über sie deckt, zerrissen und ausgezogen, um sie nicht zu entblößen. Zur Ursache giebt man die Gegenwart der Schechina oder herrlichen Majestät Gottes, Und der heil. Engel an, welche den Verstorbenen sogleich ins Paradiesseinführeten. (Hier hat sich der Verfasser ohne Zweifel vergessen, und nicht daran gedacht, daß nach ihren Lehrsätzen alle Seelen erstlich in die Hölle verstoßen werden, ehe sie insParadieß gelangen.) Worzu noch dieses kömmt, daß die Seele zusiehet, wie man ihren verlassenen Körper behandelt, und es sehr übel nimmt, wenn man nicht bescheiden genung mit ihm verführet.

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