Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Eilftes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 175 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LL OX* LtL >75 eobs Leweija gethan, d. i. gefokget, und mit zu Grabe gegangen, und unfern Lehrer Mosen hast du so gar selbst begraben. Du hast den Adam und der Eva im Paradiese» gleichfalls sehr viel gutes und Werke der Liebe erzeiget, und dieses alles darum, damit die Menschen von dir lernen mögen, sich gegen Lebendige und Todte gütig und treu zu erzeigen. Nun mein Gott, ich bin willig, deine Gebote freudig und gerne zu halten, derohalben trete ich, deine Magd, vor deinem Throne, und bitte dich, mich vor allem Bösen zu behüten, und mir zu meinen fetzigen Verrichtungen Kraft und Starke zu verleihen, damit ich aufdeinem Wege nicht strauchele, und thue was recht ist. Beschehre mir Reichthum, Ehre und langes Leben, und laß mir das Verdienst von meinen gerhanen guten Werken, auf dieser und jener Welt zu statten kommen. Nach diesem Gebete schicken sie sich sodann an, dem Leichname Metahex zu seyn, d. i. ihn zu reinigen, und zwar aus der Ursache, damit er rein vor Gott erscheinen möge. Denn so wie sie, sagen sie, den Leib reinigen, so würde die Seele von den Engeln durch Feuer gereiniget. Doch sollen sie nach des Verfassers Erinnerung, mit der Reinigung so lange anstehen, bis die TtrHrichrm, d. i. Sterbekleider fertig sind. Denn wenn die Leiche auf dem Reinigungsbrete auf die Sterbekleider lange warten sollte, so würde ihr solches für eine BLusich, d. i. Schande gehalten. So sollen sie sich auch in Acht nehmen.