Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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lös LS O-(O L-L sers Erachtens rührt es von devHeimlichkeit, und den geheimnißvollen Betragen der Juden bey ihren wunderlichen Gebräuchen her, da sie z.E. alle mögliche Sorgfalt bey Zubereitung ihrer Osterkuchcn anwenden, das Wasser zu wiederhöltenmalen läutern, auch diese Geschäfte des Nachts vornehmen, rochen Wein bey der Mahlzeit trinken, denselben auf die Erde spritzen, ihren Kindwöchnerinnen Amelere anhängen, dieselbe auf das sorgfältigste verwahren, und niemanden sie etwa aufzumachen, erlauben, bey der Veschneidnng der Kinder den Wein mit Blute des Kindes vermischen, sich bey den Sterbenden auch dann und wann des rochen Weins bedienen, (von welchem Gebrauche unten) bey dem Sterbebette auch Viel von der Versöhnung durch den Tod und das Blut der unschuldig Ermordeten reden, u. s. w. Hierzu kömmt noch dieses, daß es in den erster» Zeiten, da sie auf das sicherste geängstiget und geplaget wurden, wohl einige solcher rachgieriger Juden gegeben haben mag, welche sich aus Zorn an einigen Christen, insonderheit Kindern, von welchen sie immer am meisten vexirt worden, vergriffen, und sie getödtet haben, welches gar nicht zu läugnen ist. Allein daraus folget nicht, daß sie Christenblut zu ihrem Gebrauche schlechterdings nörhig hätten, sondern das Gegcntheil erhellet vielmehr augenscheinlich aus den vorher angeführten Gründen. Wir erklären also billig diese Beschuldigung mit dem sel. Luther für Lügendeurung und Narrenwerk. «z»