Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 153 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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LtL »XE »5Z ihm selbst dergleichen in einer gefährlichen Krankheit, da man sich seines Todes gewiß versähe, zugerufen worden sey, so halte ich es doch für ein leeres ungegründetes Gedicht. Denn wo die Juden dieses glaubten so würden sie sa nicht anstehen, Christen zu werden, und sich zu rmsermGlauben öffentlich zu bekennen. Der sel. Herr Blssshrreu versicherte mich vielmehr, wie man an vielen Orten die kranken Juden zu überreden suche, daß sie in der Todesstunde von Jesu , dessen Dienern und andern dergleichen Gesichtern erschreckt, und zum Abfalle ihrer Religwn versucht würden; darwider sie, als gegen leere Erscheinungen, mit standhaftem Mukhe kämpfen sollten, --- Daß dieseß Vorgeben der Heyden obgedachten Juhen würklich falsch sey, erhellet unsers Erachtens insonderheit auch daraus, weil, wie! wir oben gehöret Haben, ein sterbender Jude verbunden istihre i z Glaubensartickul herzusagen, unter welchen der rote, welcher also lautet; „Ich glaube mit der vollkommensten Ueberzeugung, die Zukunft oes Meßias, und ob er gleich verziehet, so hoffe ich doch täglich seine noch bevorstehende Ankunft," gerade das Gegentheii beweiset, zu geschweige», daß sich semand unterstehen sollte, einen Kranken solche Gedanken beyzubringen, weil, wenn derselbe wieder gesund würdesolches unter den Juden zu seinem Nachtheile bekannt werden könnte. Haben aber die beyden Juden den Epiphanias würklich eine Wahrheit berichtet, so ist vielleicht der Rabbi zu Tibcrias ein heimlicher Christ gewesender aus Liebe zum Christenthume solches K 5 ge-