Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS OX« LS '5» gee, welcher doch sonst alle erweißliche Beschul« vigungen auf die Juden zu bringen gesucht, für falsch und erdichtet erkläret hat. Wiewohl dieses erlogene Gerücht dem Juden Leib- und Lebensgefahr, und oft große Verfolgungen verursacht hat. find weil manche dessen noch heut zu Tage beschuldiget, wie denn, wenn sich in dieser Stadt (Frankfurt am Mayn) etwa ein Kind verläuft oder verlieret, der Aelkern erste und größte Sorge ist, daß es von den Juden umgebracht worden, soha» ben sich die Juden deswegen sogar von einigen Kaisern Privilegia ausqewürkt, in welchen sie von diesem Verdachte völlig frey gesprochen worden. — Der berühmte Rabbi Istrac Abapbanel klaget daher über diese Beschuldigung in seinem Buche Mafchmia Ieschlm bey Gelegenheit der Auslegung der Stelle Ezech. g6, r z, 14. welche also lautet: Also spricht der Herr: Weil man das von euch sagt, du hast Leute gefressen, und hast dein Volk ohne Erben gemacht, darum sollt du nun nicht mehr Leute fressen. - - Siehe, er, (der Prophet Ezech) scheinet mit dieser Prophezeiungweil sie zu euch sagen : „Du bist eine Menscheufresserin," anfdiese gedachte Verläumdung, welche die Inden von den Christen leiden müssen, gezielt zu haben, durch welche so viele Tobtschlage und harte Verfolgungen verursacht worden sind. Wahrhaftig, diese Beschuldigung ist derjenigen ähnlich, welche die ersten Christen von den Heiden erdulden mußten, daß sie nämlich der Heiden Kinder schlachteten, und ihr Blut söffen. UndS. r 48. thut er die hohe Betheurung: Ich schwöre heilig K 4 bey