Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 149 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LA »X» LA r4y ten noch vor ihrem Eingänge in die Hölle viele und mannigfaltige Strafen zu leiden; (wovon wir an einem andern Orte ausführlich handeln werden.) Ihr ganzer Trost bestehet also nur darinnen, daß wenn sie auf eine genügsame Art eine Zeitlang, gequält worden, sie doch endlich in das Paradieß gelangen. Hieraus kann man leicht schließen,^ mit welchem Muthe ein Jude seinen Tode könne entgegen sehen. Wir wollen zur Erläuterung ein Gespräch über diese Sache anführen, welches der selige, SHudt seinen jüdischen Merkwürdigkeiten 2ter Th. 6. V. S. 327. eingerückt hat: Ich habe mich vor kurzem, schreibt er, mit einem feinen und verständigen Juden über diesen Gegenstand unterredet, worauf nämlich ein sterbender Jude seinen Trost gründe, um rnhig aus der Welt gehen zu können, welcher mir denn nach einigen Reden antwortete : Wo denn ein Mensch einen grösser» Trost, als in der göttlichen Versicherung, Ezech. 3 z, n . finden könne : So wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, ich habe keinen Gefallen amTode des Gottlosen, sondern daß sich der Gottlose von seinem Wesen bekehre und lebe. So bekehrt euch doch nun von eurem bösen Wesen , warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel? Diesen Spruch halte man, fuhr er fort, den Kranken vor, mit der Vermahnnng und dem Tröste: Hast du viel gesündiget , so wende dich nun wieder zu Gott mit Buße, so wird dich Gott wieder annehmen. Die unendliche Barmherzigkeit Gottes sey sogroß, daß kein Sünder zu verzagen Ursache habe, und wenn K z er