Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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LL OXO »4V Wasser ausgiessen; aus Besorgnis weil, wiedar Buch Lebusch AtteretSahaf, S. 205. C. z. schreibt, der MN!N- Malach HamMSves, d. i. der Engel des Todes, allezeit in der Nachbarschaft des Tobten einen Tropfen Blue mit seine»« Würgeschwerde versprüße, und matt nicht wissen könne, wo solcher hinfalle. Das Buch LNinhagim, S. 17. Col. 2. giebt noch eine Ursache hiervon mit folgenden Worten an: Vor Zeiten hat »nan in ein Horn geblasen, wo eine Leiche verhanden war, um es den Nachbarn bekannt zw machen, weil »nan eine böse Schmu«, d. i. ein böses Gerücht, nicht gerne mit dem Munde ausspricht, dieserwegen gießet »nan »tzt(da sie sich vermuthlich öffentlich zu blasen nicht mehr getrauen) Wasser vor das Hauß, um gleichsam hierdurch anzuzeigen, daß eine Leiche vorhanden sey. Der Trost, womit sie Sterbende aufzurichten und von der Vergebung ihres Sünden, und -er ewigen Seeligkeit zu versichern suchen, gMndeL sich auf zwey Stücke: Erstlich auf die göttliche Barmherzigkeit, welche sie sich gar zu groß, ohne einige Rücksicht auf seine Gerechtigkeit vorstellen, da sie doch bedenken sollten, daß Gott eben so heilig und gerecht, als gnädig und barmherzig sey, und also nothwmdig über einen Sünder zürnen müsse, so lange seiner Gerechtigkeit keine Genugthuung geschiehst. Ihr zweytevTroftgrund ist der gewöhnlichste, nämlich die Meynung, daß ihr Tod die Versöhnung aller ihrer Sünden sey, welches sie Haupt»» sächlich aus Ies. 22,14. da es Heißt: „WaSgilrs, Kr ob