Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Achtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2577043-2577050-9903464--1903-2578870- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
rs« LL »Xd dev Liebe,) haben noch vor dev?docke,d, i, Wmofen, drey Dinge voraus. Denn Allmosen werden nur mit Gelds verrichtet, diese Liebesdienste aber geschehen sowohl durch Geld, als auch durch die Person Heß Wohlthäters selbst; Ferner: Allmosen kann man nur armen Personen erchesien, da hingegen diese Lie- Leswerke sowohl an Armen als Reichen ausgeübt werden können, Eben so werden die Allmosen nur den Lebendigen, diese hingegen Lebendigen und Todten zu Theil. Daher sind dergleichen Liebeswerke bey ihnen in so hohen Werthe, daß sie allen denen,, die sich sieißig damit beschäftigen , die Geesigkeit ungezweifelt persprechen. So schreibt z. E. der talm, TractasL7led<rpim, S. 40, Col. r. Ein seglicher, her einen Kranken besucht, wird von der Hölsenstrafe befreiet, Denn es stehet Ps. 41. v. 2, „Wohl dem, der sich des Elenden mit Fleiße annimmt; der Herr wird ihn erretten am bösen Tage." Hierzu setzt das Buch Jalkut Chaddafch noch: Und in dieser Welt hat er dafür das zum Lohne, daß von ihm alle böse Begierden und Züchtigungen weichen, haß ihn ferner alle Menschen ehren, haß sich gute und fromme Menschen zu ihm gesellen, die Bösen gber von ihm fliehen, Und m der. oben angezogenen talmud. Stelle heißt es noch: Wer einen Kranken besuchet, der nimmt demselben den sechszigsten Theil seiner Schmerzen weg. Wer aber diese Pflicht nicht beoachtet, der . wird einem