Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Achtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 114 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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«4 ZKL EXO le, welche bey ihnen Tl^Vi'Jse, fchiba Gchel Maila heisset, vor deck Angesichte Gottes sitze und auch daselbst das Gesetz studire. Daß nun diesem also sey, suchet dieser Rabbi aus den Worten des Propheten Ieremiä Cap. 15, v. 19: „Wo du'dich zu mir hättest, will ich mich auch zu dir halten," - zu beweisen. Wir missen aber hier voraussetzen, daß dieser Vers nach dem Ebräischen anders und zwar so übersetzet . werden könne: „Wo du dich zu mir wendest, so will ich dich so wenden, daß du vor meinem Angesichte bleiben kannst, und wann du aus dem schlechten , das Vortrestiche herausbringest, so sollst du meinem Munde gleich geachtet seyn." Sie lehren auch ferner, daß, wenn die Kinder in den Schulen im Gesetze ftudirten, es Gott über alles angenehm wäre. Daher behaupten sie gar den Satz: Die Wistt bestehet durch nichts anders, als nur durch den Hauch des Mundes der jungen Kinder, in dem Hause ihres Rabbi oder Lehrmeisters. Da Nun das Studiren im Gesetze in einem so hohen Werthe bey den Juden stehet, so spricht Rabbi Tanchuma: Jmckerdar soll der Mensch seine Lebensjahre in z Theile abkheilen: Einen Theil soll er zubringen mit Lesüng der heil. Schrift, den andern mit der LNischna, und den dritten mit der Genmra. Und da Hierwider die Einwendung gemacht worden, wie den:: eigentlich ein Mensch das bestimmte Maaß seines Lebens wissen könne, so ist dieserwegen in den Pipke Aborh ' z solgxn-