Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Siebendes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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M X«» LS rrr Leti rede, und hat Man daher nicht nöthig, Pferde, Cameele u. a, m. hieraus zu verstehen; zupral, da es sich noch dazu wahrscheinlicher Weise per- MUthen läßt/ daß wenn Gott alle Lastthicre hätte wollen gelöset habe», so würden sie auch entweder alle- oder auch kein einziges von ihnenfitt der hech Schrift nahmhafr gemacht worden seyn. < Daß aber äüchsogar Hunde und Katze» WDren gelöset Wörden, ist ganz und gär unglaublich Denn wie hatte man bey dergleichen ^hieöen, welche auf einmal mehrere Junge werfen, eben so genau wissen, können, welches das Erstgebohrne sey; Was aber die angezogene Stelle aus dem Propheten Jefaia bekrisst, so scheinen uns dessen Wvr^ te mehr wider als für diese Meinung zu seyn. Denn wenn Man ,den ganzen Vers im Zusammenhänge liset, so wird man leicht erkennen, daß daß Halszerbrechen des Hundes für eine eben so abscheuliche Sache, als die Tödkung eines Mannes, Md das Opfern des Saubluts rc. erkläretzwerde. Warum aber eben die Erstgeburt des Esels uNter allen andern unreinen Thieren nur allein hat müssen gelöset oder getödcet werden, davon findet man zwar so wohl won Christ!, als Jüdischen Lehrern einige mufhmaßliche Ursachen aufgezeichnet, dergleichen Lund, in s. Jüd. Heiligkh. S. 62z. von Schehlhammer und Herberger anführet, daß nämlich die Erstgeburt des Esels ein Bild des menschlichen Geschlechts, in Absicht auf feine natürliche Trägheit zum Guten, und Christus, als das Lamm Gottes, den Erlöser von dieser