Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Viertes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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I-L »X» 5) ein Türke, u. a. d. oder ohne Vorhaut, und also gleichsam schon beschnitten gebohren worden, so müsse doch bey dessen Annehmung die Beschneidung wenigstens in so ferne geschehen, IN d. i. daß man etwas Blut an ihm fließend Mache. Wiewohl dieses einige andere Rabbinen nicht zugeben, sondern behaupten wollen, daß bey dergleichen Personen, die keine . VorhaUt hätten, die Taufe allein schon hinlänglich wäre, sie in die Gemeinschaft der Juden aufzunehmen. Der Verfasser fahret weiter fort: Wenn nun jemand ein Jude werden will, so soll man ihn nicht so gleich auf sein erstes Verlangen, darzu annehmen, sondern damit sich ein solcher Fremdling nicht dermaleinst darüber beklagen und sprechen dürfe: wenn er das Elend und die große Verachtung der Juden in ihren jetzig?» Golus, d i. Zerstreuung, gewußt hätte, so würde er sich nicht beschneiden zu lassen, entschlossen haben; so istnöthig, daß man ihn gleich anfangs frage, was ihn für Ursachen darzu antreiben, daß er sich wolle beschneiden lassen? ob er nicht wisse, daß die Israeliten in den jetzigen Zeiten, 2D'21N"7 k—d. i. verstoßen, vertrieben,, und beraubet (nämlich aller Achtung und Ansehens) wären, und daß ihnen lauter Noch und Elend auf dem Fuße Nachfolge? — Wenn er nun darauf antworten sollte, heißt es weiter: Dieses ist mir alles sehr wohl bekannt; Mdeß aber bin ich dem ohnevachtet nicht einmahl würdig, unter dieses hei- D 8 lige