Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Drittes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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tzH EX» LL 47 zuschneiden. Als er aber um seinen Vorsaß zu vollbringen, schon das Messer angesetzet hätte, habe der Engel Gabriel ihm davon abgehalken und befohlen, daß Glied nur ein wenig zu beschneiden, ja daß diese Beschneidung Gott eben so angenehm sehn würde, als wenn er sich zur Tödtung und Dämpfung der fleischlichen Begierden, das ganze Glied abgeschnitten hätte. . Noch einen besondern Fall können wir nicht unberührt laßen r Wenn sichs nämlich zutragen sollte, daß ein Mamser, d. i. ein in Ehebruch oder Blutschande gezeugtes Söhnlein gebohren würde, so muß es eben auf die Art, wie die andern, beschnitten werden, jedoch mit dem Unterschiede, daß dabey weder vor des Kindes Gesundheit, noch ferneres Glücke mit geberes wird. Denn die Rabbinen sagen, es wäre vielmehr zu wünschen, daß ein solches Kind sogleich nach der Beschneidung wieder stürbe, damit keine Mamserim in der Welt bleiben möchten. Nach vollbrachter Beschneidung eines solchen Kindes, wird auch in der Synagoge ausgerufsen, daß dieses beschnittene Kind ein Manifer gewesen sey, damit es gleichsam welkkündig werden möchte, und sich ein jeder, wenn das Kind ja erwachsen sollte, hüten könnte, daß er sich Mit ihm nicht verschwägere. Ob wir nun gleich bisher wettläuftig gezeigt haben, wieviel sich die Juden auf ihre Beschneidung zu gute thün, und wie die. mehresten Mer ihnen, sich nur allein dadurch höher und besser als alle andere Völker schaßen, daß auch Rabbi Elhe-