Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Drittes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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46 LS'*XO LS de» wäre, erhelle daraus, weil Pf. i6, V. r. gesagt würde : LkQv Mechtam Ledavid, d. i. ein güldenes Kleinod Davids; Nnn spricht der Verfasser, müsse man nicht Mechtam, sondern das Wort theilen, und ON Mach Th»am, d. i. der Demüthige und Aufrichtige lesen. Diese vorkrestiche Lehre wird auch in andern rabbinischen Büchern noch mehr bekräftiget, und man findet einige Rabbinen welche zu denen obig genannten t z Personen noch Hiob, Biliam, - und Serubabel zählen. Bey dieser Gelegenheit, wollen wir aus Lundii Jüdischen Heiligkhümern, S. 841. auch eine türkische Fabel mit hersetzen, woraus unftre Freunde ersehen werden, daß auch dieTürken dieBeschneidüng schon von Adam herleiten. Es erzählen nämlich die Türkischen Lehrer, daß als Adam einstens bey einem Spatziergange im Paradiese, seinen nackenden Leib allenkhalbew beschauet, und dabey sowohl über den herrlichen Vau seines Cörpers, als üuch die wunderbare Eintheilung und Beschäftigung der Glieder, und die dabey hervorleuchtende Weißheit des Schöpfers, sich höchlich verwundert, so sey er, als er endlich das Glied der Geilheit wahrgenommen, und dessen Art und Mürbung eingesehen, plötzlich erschrocken, indem er sich befürchtet, daß ihm dieses Glied mit der Zeit viel zu schaffenmachen. Und endlich auch Schaden und Unheil verursachen möchteum nun sich von diesem vermeintlichen llebel zu befteyen, so habe er beschlossen, daß ihm so schädliche Glied ganz abzu-