Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Drittes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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LL *XO LL 4Z li l Corinther am 7, V. 18. zur Gnüge erhellet, wo er spricht: „Jstsemand beschnitten bernffen, der zeuge keine Vorhaut," Ja wir glauben, daß die Rabbinen, die sogenannte pria, oder Zeryeißnng der Porhauk nur blos zu dem'Ende er-" dacht haben, um die Wiederherstellung dev Vorhaut, wo nicht ganz unmöglich, doch wenigstens sehr beschwerlich zu machen. Noch müssen wir erinnern, daß nach dem Vergeben der Ebräer die ' Vorhaut auch durch Krankheit wieder wachsest könne. Alle dergleichen Personen aber,.bey welchen sich die Vorhaut wieder hervor gezogen hakte, mußten, woferne sie weiter als Juden lebest wollten, aufs neue wiederum beschnitten werden. Dieses wäre nun alles,was wir von den Beschneidungen der heutigen Juden zu sagen vor nöthig erachtet haben. Wir glauben aber, daß es unfern Freunden nicht werde mißfällig seyn, wenn wir noch einige besondere rabbivifche Lehren hiervon als eine kleine Zugabe, mit änhangett. Sie bestehen in folgenden Sätzen: Einige unter den Rabbinen geben vor, daß i z Personen schon beschnitten, und ohneVorhaut auf die Welt gekommen wären, welches im Med ras^) TMm, S. io. Col. 2. bey Erklärung des 9ten Psalms, mit nachgelesen werden kann, Es heissen aber die eigentlichen Worte daselbst also: Hie Schrift saget r B, Mos. 2;, V. 2;.,,Zwry Völker sind in deinem Leibe, und zweyerley Leute werden sich scheiden aus deinem Leibe." Hieraus sollen wir kernen, haß der Urzvater Jacyb schon, beschnitten