Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Drittes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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tzS O*O -41 . i, Gehethin, »nd sehet, ob Pas Kind gesund ist; worauf denn auch der.Rabbj mit dett sgnimtlichen Mannspersonen zux Wöchnerin Hittzugehen pfleget, »nn Hey derselben ein kurzes Gebeth zu verrichten, nach dessen Beendigung es denn gemeiniglich wies herum etwas zu schmausen giebt, Noch müssen wir mit erinnern, daß an den» Tage, wenn eine Beschneidung ist, das sonst gebräuchliche Techimurgeder, (s. r .P. A 214.) peggelassen wird. Wenn aber eine Beschneidung am Sabbathe einfällk, so werden in dem gewöhnlichen Frühgebete poch einige poetische Gedichte, Iozrpoß genannt, mit eingeschaltet. Von dem Pulver, welches, wie wir gehöret haben, zur Stillung des Blutes, auf die Wunde gestreuet wird, müssen wir gedenken, daß dasselbe bey denen Juden auf unterschiedene Art zuber reitet wird. Einige nehmen hierzu Drachenblut, xothe Rosen, Boles und Terra Sigillata, andere brauchen hierzu, gepülvert Faulhokj, oder auch das von Würmern zermalmete Holz und sa genannte Wurmmehl; noch andere bereiten es aus gebrannten und Tein gestoßenen Eyerfchaalen, — Wie wir denn hierbey her jüdischen Beschneider Geschicklichkeit, in geschwinder Heilung der beschnittenen Minder, höchlich rühmen müssen, und versichern, daß gemeiniglich das Kind, ein paar Tage nach der Beschneidung, wieder gesund und heil ist. Von der Wiederherstellung der Vorhaut, (st zB.S.Zi.) haben wir nachzuholen, daß es «ach