Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Erstes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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r LS LS es auch Vor dem 8ten Tage nicht mögen beschnei? den taffen. Wir gehen nun dem obberrührten Tenet, zufolge auf die Veschncldnng selbst fort: Dleseurna ch bringen die Weiber das Kuid den 8ten Tag früh unter dem ordentlichen Morgengebet an die Thüre der Synagoge. Sobald sie daselbst angekommen sind, wird, .ehe man ihnen noch das Kind abnimmt, der 2oste Psalm gebetet, weil sie glauben, daß die Schmerzen des Kindes dadulch gelindert würden. In der Synagoge selbst sind 2 Stühle mit schönen.Tapeten und prachfigeu'Küs« sen beleget, gerade den heiligen Schrank gegen über gestellt, auf den einen sich 'derjenige'fetzet, welcher von dem Vater des Kindes zum Pathen erwählet, und der bey ihnen 'p-kv duck, genrnnet wirdauch währender Beschnei« düng das Kind auf seinem Schoost halten -muß. Der andere'Stuhl hingegen bleibt leer stehen, denn dieser ist blos dem Prophet Elias zu Ehi en hing? etzet worden', und man glaubet gewiß, daß dieser Prophet auf eine unsichtbare Weste bey al« sken 'Beschneirurigen gegenwärtig ist, und wenn sich derselbe nicht auf Len vor «hm, hing? stellten Stuhl sitzen sollte, so wird dieses vor eine üble Vorbedeutung' gehalten, wie sie denn in ihrem Maisebuch), im 139. Cap. S. 82. hiervon folgende wunderbare Geschichte ausgezeichnet haben: Rabli Isrhudah Thosed,- oder der fromme Rabbi Juda, hatte bey allen Bistchneidmigen den Prophet Elias sichtbar auf dem Stuhle sitzen