Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Erstes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2577043-2577050-9903444--1783-2578757- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
*x» 7 »och von einigen dabey vorkommsnden Rechten und besonder« Fällen kürzlich handeln. Die Zeit , wenn die Beschneidung geschehen soll, ist nach dem. göttlichen. Befehle im i B.M. 17, v. 12. und im 9 B. Mos. 12, v. z. der 8te Tag nach der leiblichen Geburth. Warum es aber eben der ßte Tag seyn müssen, davon finden wir in der heiligen Schrift keine Ursache. Maimonides aber in seinem Buche, More Nebochim genannt, im zten Theile im 49. Cap. führet folgende Ursache davon an: „Wenn die Kinder erst in erwachsenen Jahren beschnitten werden sollten, so könnte es leicht geschehen, chaß die Beschnei dmig von ihnen aus Furcht vor den grossen Schmerzen unterlassen würde, dahingegen die Kinder in der zartesten Jugend keine so grosse Schmerzen, als Erwachsene , empfanden. Ueberdieses wäre die Liebe der Aeltern gegen ein solches 8tägiges Kind nicht so groß, als wenn es schon ein oder mehrere Jahre zurück .geleger-hatte, und folglich würden sie es auch nicht so gar groß achten, wenn auch ein 8tägiges Kind durch die Schmerzen der Beschneidung sterben sollte. Uns aber scheint die gegvündeste Meynung diese zu seyn, welche Lundius in seinen jüdischen Herligthümern, S. 842.Col. 2. anführet: Er spricht daselbst also: „Weil durch die Veschneidung das Knäblein in den Bund Gottes ausgenommen wurde, so hat Gott nicht erst lange damit warten wollen; da es aber .die 7 erstem Tage nach der Geburth noch mit der Mutter unrein ist, so hat er Ä 4 es