Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Drey und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 358 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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;?8 geben, darum I müßte auch ihr Bauch schwellen, uijd ihre Hüfte schwinden. Endlich heisset es poch daselbst: Sie hat ihren Buhlern die köstlichsten Speisen zugerichtet, und ihnen den besten Wein zu trinken gegeben; so habe auch dieserwegen ihr , Opfer aus der Speise eines Viehes bestanden, und sie habe das mit Staub vermengte Bitterwasser aus einem irrdenen Gefäße trinken müssen, Und weil sie ihre Voßheir heimlich getrieben, so hätte sie Gott öffentlich gestrafet und zu schänden gemacht. Einige Rabbinen haben dafür gehalten, daß in eben der Stunde, da ein solches ehebrecherisches Weib gestorben, auch ihr buhlerischer Ehebrecher gestorben sey, und daß er auch alles dasjenige was sie gelitten, gleichfalls habe erdulden müssen, nämlich daß ihm der Bauch aufgeschwolien und die Hüften geschwunden waren. Eben so haben sie auch behauptet, daß, wenn der Mann, welcher sein Weib angeklaget hatte, selbst nicht ganz frey von den Laster der Hurerey gewesen wäre, so habe auch das Wasser bey der Frau, und -wenn sie gleich schuldig gewesen wäre, seine Würkung nicht gethan. Dieses alles kann man in den oft gedachten Tr. Sota, S. 28. Col, i. mit mehrern Nachlesen, Noch einige jüdische Lehrer sind der Meynung, Laß auch das Wasser, welches Moses mit dem Pulver des goldenen Kalbes vermenget, und den Kindern Israel zu, trinken gegeben habe, eben die Wür-