Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Siebzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 270 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2577043-2577046-9903432--1635-2578617- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
272 M HX* LS Nachdem wir also die vornehmsten Regeln, welche sowohl bey der Verfertigung, als auch bey der Ueberreichung eines Scheidebriefes müssen beobachtet werden, voraus geschicker haben, so liefern wir nunmehr» unfern Lesern die Muster so^ wohl des nur gedachten Scheldebriefs, als auch, der dabcy vorkommenden Dellmachts-Briefe. Aledenn werden wir zum Beschluß dieser Materie, noch von einigen dabey vorfallenden befon» Lern Fällen und Gebräuchen handeln. Die Form eines Gchetdebriefes, so wie wir selbige aus dem Buche Lolbo S. 90. Col. 2. und ausBodenschn'tzes -tenTheile S. 138. entlehnen, ist diese: Ä-m vierten Tage in der Woche, und am r zken Tage des Monats Siwan im Jahr 5529. nach Erschaffung der Welt, nach der Zahl die wir zahlen, hier in der Stadt Amsterdam, die auch Amstellerdam genennet wird, und am Ufer des Meeres lieget, welches genennet wird Tafa; und an dem Flusse Amsel. — Ich Abraham ein Sohn Benfamin, mit dem Zunamen Wolf, Kohen , der heute sich befindet in der Stadt Amsterdam, die auch genennet wird Amstellerdam», an dem Ufer re. bekenne, daß ich mit meinem gu« ten Willen, ohne Zwang und Drang, dich verlasse, und mich von dir loßsage, und dir, meiner Frauen, mit Namen Rebecca, eine Tochter Jone, des Leviten, einen Scheidebrieb gebe, und -war Heute in der Stadt, die da heißet Amster«