Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Funfzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LA.OXO TS -r» wir uns zu de».' Ehescheidung der'Juden, ist diese zwar eine.-von Mose ihnen zugelassene Sache, da es im'; Buch Mos. 24, r. ausdrücklich heisset: „Wenn jemand ein Weib nimmt, und sie' nicht Gnade findet in seinen Augen, um etwa einer Unlust willen, so soll er einen Scheide» brief schreiben, und-ihn ihr in die Hand geben, und sie aus seinem Hause lassen." Allein es geschähe dieses pur einzig und allein um ihrer Herzen Hurtigkeit willen; wie solches auch unser Heyland selbst beym Matth. 19, 8. so erkläret: MoseS hat euch erlaubet euch zu scheiden von euren Weibern, von eures Herzens Härtigkeit wegen, vofiÄnbeginn aber ist es nicht also gewesen." Ueberdieses ist es deutlich, daß die Ehescheidung nicht eher erlaubet und zugelassen seyn solle, es geschehe denn, daß der Mann, wie es nach dem Grundtexte heisset, Erwaß dower, d. i. etwas unzüchtiges oder schändliches, (wenn man es recht genau übersetzen wollte, so würde es heissen : irgend eine Entblößung) an ihr entdecket, lind also ist es grundfalsch, wenn es die Juden in denen Mittlern Zeiten, durch die Morte: Um irgend einerj Ursache willen, ausdrückten; Denn auch Hnkeloß hat in, seiner Chaldaischen Ueb.ersetzung, durch die Worte mrZNS Aweraß pißgam, d. i. die llebertretung einer Sache, den wahren Sinn besser ausgedrücket. Und eben nach dieser llebersetzung kam es. endlich zu der Pharisäer Zeiten, und absonderlich zu den Zeiten Christi.soweik, daß sieum .P 4 der