Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Funfzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 228 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2577043-2577046-9903430--1589-2578573- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
sr8 GAG LK Nur den geringsten Scrupel, ob sie ihre Reinigung recht und auf gewöhnliche Art habe, bey sich empfindet, daß sie sofort den nächsten Rabbi ein sauber leinen Tüchlein, welches mit ihrem Ausflüsse befruchtet ist, schicke, um davon, ob sie j sich in einem außerordentlichen Zustande befinde, urtheilen zu lassen; der denn in schweren und zweifelhaften Fällen, auch wohl die jüdischen Äerzte mit zu Rathe ziehen muß," Der Verfasser fährst noch weiter-fort, und saget: „Es müsse diese Gewohnheit uralt seyn, weil deren schon der HM Hieronymus gedenke. Was übrigens, sonderlich einige pohlnische Rabbinen, für grosse Kenner in Unterscheidung des , Blutes sind , erzehlet Herr U)ngenftLl in seinen Benachrichtigungen, daß die Juden kein Ehciftenblut bedürfen S> r;o. mit diesen Worten,; „Man überlässet den Juden billig ihre Subtilität (in Unterscheidung des Blutes), welche in dieser Sache so weit kommen, als noch niemand aus andern Nationen gelanget ist, indem mancher Rabbiner, wenn man ihm ein Merkmal des Blutes in einem Tuche zeiget, sagen kann, ob solches von - einer Manns- oder Weibsperson, Ochsen, Schaafe, oder auch von einem Huhne, Ganß, Hecht, Karpen, Floh, Wanze, Fliege, U. s. w. sey) so daß er wohl aoerley Arten des Blutes von einanander unterscheiden kann. Es scheinet zwar unglaublich zu seyn, es ist aber eine Sache, davon die Wahrheit leicht zu erfahren ist; denn man versm