Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Zwölftes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 185 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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TS EX* TS r»5 finget der Vorsänger nebst vier andern Personen, einen Lobgesang, welcher von der Schöpfung der Welt, und des Menschen handelt; und nach diesem Gesang wird endlich der Bräutigam ebenfalls von den Hochzeitgäften nach Hause begleitet. Schutt im 6ten Buche Cap. 25. saget, von dem Gebrauch des Gekraidewerfens, daß er sogleich bey her Trauung, vorgenommen werde. Dagegen das Buch Minhngun, diesen Gebrauch zwar auch früh angeordnet, aber auch zugleich borschreibet, daß Braut und Bräutigam, nachdem sie mit dem Getraide beworfen worden, sich noch erst eine Weile wieder NieherseHen, alsdenn aber der Bräutigam von den Rabbinen, und die Braut von einigen Weibern, sogleich nach Hause solle geführet werden. —- Das mit dem Getraide ausgestreueke Geld, sammlen die häufig anwesenden Armen, unter grossen Geschrey, von der Erde zusammen. Wobey es freylich nicht leicht ohne Gezänk und Schlägerei) abgehet. ' Nach Endigung dieser Ceremonie, schmücken sich nun erst, sowohl die Braut, als der Bräutigam, zu der bevorstehenden Copulation> aus. Was den Bräutigam anlangt, so ist hier eben nichts ungewöhnliches anzumerken. Was aber den Braut-Putz bekrift, so verlangt dieser wohl eure kurze Beschreibung. — Wir wollen uns hierher) wieder des Kirchners und Bodenschatzens davon gegebenen Nachrichten bedienen. Mz Ge-