Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Achtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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ISO LS GXO LS -erzeugen ihrVolk zu erhalten und zu vermehren, so wurde dabey auch hauptsächlich darauf gesehen, daß die Personen, die einander Heyrathen wollten, zum Kinderzcugen auch tüchtig waren, lind in Betrachtung des starken Einflusses, den die Gesundheit der Aeltern auch auf die Gesundheit -er zu erzielenden Kinder zu haben pflege; sähe män auf diese insbesondere. Daher durfte Niemand eine alte, oder kränkliche, und ganz gebrechliche Person, blos um des Geldes, oder um anderer Ursachen willen, Heyrathen, — Eben hieraus sind hernach, wie wir weiter unten Horen werden, manche, zum Theil sehr wunderliche Gesetze entsprungen. — Vey den heutigen Juden aber ist dieses alles aus der Mode gekommen. Und man trist unter ihnen eben so, wie unter andern Nationen, alte Hagestolze, und alte Jungfern, nicht weniger anch ungleiche Ehsn, genug an. Das liebe Geld hat bey den heutigen Juden eben auch diel Gewalt über ihre Ehen. Das decket viel Runzeln, viel Laster und Gebrechen zu. Ehemals pflegte mani die Fehler welche eine Weibsperson zur Ehe untüchtig machen konnten, in zwo Classen einzutheilen. Es hieß einmahl eine Person könne pißul, d. h. untauglich seyn. Hierunter ward einmahl, eine solche Weibesperson verstanden, die an und vor sich selbst nntauglich zum Kinderzeugen war, schon zu alt, und dergl. Dreß Wort begreift aber auch die in sich, die aussätzig waren; Jngleichen die wirklich geschwächt