Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Siebendes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS »Xd LS rn ten aber noch überdieses die Haphthorah, bestehend aus Jesaiäv. 6-1 z. und Cap. 56, v. l - 8. vor. Die Ursache, warum es eben nur diesen dreyen vorgelesen wird, ist, weil ihnen bey dem Frühgebeke, das sonst bey dergleichen Vorlesung gen übliche Mischeberschgebec, (s. 2 B. S, 84.) nicht durfte vorgesungen werden. Da.s ge? schiehet aber nunmehr, — Das Mairifgebee wird dießmahi, wie an allen andern Wochentagen verrichtet. Und wenn dieses geschehen ist, so hat endlich^dieses strenge Fasten, sobald man nur die Sterne am Himmel erblicket, sein Ende erreichet. Die Mahlzeit aber, welche nun am Ende dieses Tages gehalten wird, hak dennoch ihre gewisse Einschränkung. Es soll nemlich dabey weder Fleisch, noch Wein genossen werden. Davon schreibet das Buch Mmhagim, S. 39. Col. i. also: „Am siebenden Tage sind die Feinde in dem Tempel eingedrungen, den achten und neunten Tag haben sie sich darinnen mit Fressen und Saufen, und allerley Ueppigkeit belustiget, und erst am Abend den Tempel in Brand gestecket. Darum haben ein Theil unsrer Weisen in den vorigen Zeiten den neunten, und zehnten Af gefastet, und R. Johanan hat gesagt: Wenn er in denen Zeiten, da dieses Fasten angeordnet worden, gelebet hätte, so hätte er das Fasten auf beyde Tage geseßek., — Daher enthalten sich auch die mehresten der heutigen Juden, des Fleischessensund des Weintrinkens