Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Siebendes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 107 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS GXO LS rc>7 Art zugebracht hatten, und! einander endlich bey Anbruch das Tages erkannten; so erschrocken sie heftig, und schrien: O wehe, mein Bruder! O wehe, meine Schwester! In dieser Bestürzung sielen sie einander um den Halß, und ließen nicht eher von einander ab, bis sie beyde todt zur Erde niedersielen. — lieber'diese Begebenheit nun, müsse man, sagt der Verfasser dieses Gesanges, billig fortfahren zu klagen, und zu weinen, und sie beständig gleichsam ein Vrandmahl in seinem Herzen bleiben lassen. Sollten einige unserer Leser, besondere Liebhaber von hebräischen Versen seyn, so können wir ihnen diese Klagelieder als vorzüglich wohlgerathene anpreisen. — Wenn der Vorsänger zu singen aufgehört hat, so stimmet der Vornehmste vpn der Gemeine ebenfalls ein solches Klaglied an; und diesen folgt hierinnen, wer nur unter der Gemeine, im Stande ist, ein solches Klaglied herzusagen. — Sodann werden wieder eine Menge andere Klaglieder,, die man, weil sie sich alle mit dem WorteZion anfangen, auch Zionim nennet, von dem Vornehmsten aus der Gemeine wechselsweise mit dem Vorsänger abgesungen. — Den Schluß macht endlich der Vorsänger damit, daß er noch ein paar dergleichen Lieder absinget, und am Ende ausrufet: „Wie lange soll das Weinen in Zion, und das! Klagen in Jerusalem dauern? Erbarme dich doch über Zion, und baue die Mauren zu Ieru-