Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Siebendes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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L-U OXO roz vorher ein Handtuch , ringen dasselbe wohl aus, und lassen es über Nacht also liegen, und nur mit dem überstreichen sie sich frühe die Äugen. > In der Synagoge selbst dürfen sie keine Schuhe anhaben, als welche die Frömmer» zu Hause schon ablegen, und in blossen Socken, oder Filzschuhen über die Straße gehen. Im übrigen verrichten sie dießmahl ihr Frühgebet, nachdem sich ein seder auf die Erde medergesetzet hat, in aller Stille, vor sich, bis an das IisHtabachgebet, (s. r B. S. 142.) Alsdenn stellet sich der Vorsänger vor sein Pult, und betet dieses Gebet wie ein Traurender mit leiser Stimme_Sie dürfen sich auch an diesem Tage weder mit den Talliß oder Gebetmankel bedecken, noch mit ihren Tephillim, oder Gebetriemen bewickeln; weil beydes als ein Schmuck oder Zierrath angesehen wird, dessen sie sich aber dieses Tages enthalten müssen. In dem Schmoneh Esrchgcbet wird das bekannte Faskerrgebet Anenu, (s. i B. S. 16 r.) mit eingeschaltet. — Der Vorsänger spricht auch noch ein besonder Gebet, welches sich mit dem Worte -sI'dwr anfängt, und welches bey ihnen , unter den Namen Lrubatz bekannt ist. Es bestehet dasselbe aus einigen in Versen gesetzten Gesängen. Der itzt gemeldete Name desselben aber, ist nichts anders als eine Abbreviatur des 1-). Verses aus dem n8. Psalm-wo es heisset: ' Die Stimme des Flehens und des Heils, ist in G 4l . dm