Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Viertes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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50 OAW KU Hierzu kamen auf göttlichen Befehl (z B. Mos. 2z. v. 17.) noch zween Zehende von Semmel- oder von dem schönsten Waizenmehl. Ob »man aber aus diesen zween Zehendennur ein Brodt oder zwey gemacht, das meldet die Schrift nicht ausdrücklich. — Sie sagt nur so: «Zween Webebrodte, die sollst du darbringen, vom zween Zehenden Semmelmehls." Dieses Mehl wurde gesäuert, und hernach Brodt daraus gebacken. Man händigte hierauf die solchergestalt gebackenen zwey Brodte dem Priester ein, her sodann selbige gegen die vier Seiten des Tempels webete, und sie also dem Herrn heiligte. Weil aber auf den Brandopferaltar kein Gesäuertes kommen durfte, so nahm der Priester diese Brodte sogleich zu sich, als ein domHerrn ihm bestimmtes, und setzt verehrtes Priestertheil. Die Juden sprechen, diese Brotzte stören dergestalt gesegnete Brodte gestesen, daß, wen auch ein Priester nur so viel, als einer Oliven groß davon genpssen, er doch völlig dadurch sich sättigen können. Und diese Art eines Wundersegens, soll bis auf die Zeiten SiMons des Gerechten sich gezeiget haben, von welcher .Zeit aber hernach aller Segen von dem Judenthum ganz gewichen seyn soll: Man vergleiche hierbey Lundir Jüdische Heiligkh. im z Buche Cap. 16. No. 36.*) ' - . Mit *) Dieser Umstand und Ausdruck bedarf einiger Erläuterung. Her Talmud Trakt. Juma, zu An