Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Drittes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2577043-2577046-9903417--1389-2578385- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
'40 LS,'OXO LS Hierzu kommt noch als etwas besonders, baß weil man wissen will, daß eben in dieser Zeit viele unglückliche Vorfälle "unter ihren Vorsichten sich ereignet haben sollen, davon nur eins anzuführen genug seyn wird, nämlich daß von dem andern Ostertage an bis zum siebzehnten dieseSMonats, vier und zwanzig tausend Schüler, oder Jünger des berühmten R.Akiva, weil einer den andern nicht ehrerbietig gnug begegnet, eines jahlin- Todes schnell hinter einander gestorben wären; daß, sagen wir, aus diesem Grunde, ein Verboth gegeben worden, sich, in dieser Zeit, aller Freuds zu enthalten. Daher darf nun von Ostern bis Pfingsten, keine Hochzeit celebrirt werden. Ja es darf sich so gar niemand in dieser ganzen Zeit außer nur an einem einzigen Tage, welchen wir bald anzeigen werden, barbiren lassen. Nur derjenige, der ein Kind will beschneiden lassen, und der, der es beschneidetest von diesem letztem Verkoche ausgenommen, und darf sich auch amTage der Beschneidung rasiren lassen. — Den Weibern ist untersagt, in dieser ganzen Zeit nach der Sonnen Untergang keine Arbeit mehr zu thun; dazu der Bewegungsgrund eben in der vorhin angeführten Geschichte von den Schülern des R. Aktva lieget. Denn man sagt, weil damahls alle Abende /edermannmit Beerdigung dieser Unglücklichen beschäftiget gewesen, und sich deswegen aller Arbeit entschlagen hätte, so gezieme es sich auch setzt, alle Arbeit an diesen Abenden zu unterlassen. Der