Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Zweytes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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LL *XO 2t Wir kommen nunmehro zum Schluß dieses Tages. — Nach vollbrachter Mahlzeit, welche an diesen beyden Abenden sehr spat, und oft fast erst um eilf Uhr des Nachts geendigct wird, darf sich der Jude nicht sogleich zur Ruhe legen; sondern soll sich vielmehr noch erst, so lange als möglich, mit der Betrachtung der Geschichte von dem Allsgange aus Egypten, oder den Gewohnheiten des Passahfestes unterhalten, bis er sich des Schlafes gar nicht mehr enthalten kann. Er soll auch das ganze Hohelied Salomonis vorher noch hersagen. — Wenn er sich aber nun endlich würklich schlafen leget, so hat er in diesen beyden Nächten, als m welchen er, wie sie vorgeben, ohnedem schon vor allen bösen Geistern und Nachtgespenstern hinlänglich gesichert ist, nicht nöthigA > das ganze Nachtgebet zu verrichten, welches sonst alle Abende muß gesprochen werden; sondern er darf darf nur das erste Stück davon beten; ' nämlich dieß: „Gelobet seyst du - - der du meinen Augen Schlaf, und meinen Augenliedern Schlummer giebst." -*> (Siehe 2. B, S-42.) lsnd alsdenn noch das von uns im i B> S. 49. beschriebene Arins Schmer - Frömmere Juden legen sich in.diesen beyden Nachten gar nicht zu Bette, sondern bringen die ganze Nacht mit Gebet und Lesung nützlicher Bücher zu. lind diese werden vorzüglich selig gepriesen -- Der Tilch bleibt übrigens die ganze Nacht hindurch gedeckt stehen, Nur daß man die Schüssel mit der köstlichen Decke zudeckt, die wir oben beschrieb Bz len! '!