Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Erstes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2577043-2577046-9903414--1349-2578347- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
«e »X* LA gegen acht Uhr aufzustehen pflegen. An Liesen Festtagen nun, ziehen sie alsbald nach dem Aufstehen, ihre festtäglichen Kleider an, und gehen in die Synagoge. Sobald sie dahin gekommen, so verrichten sie das Schnchriß-oder Frühgebet, und zwar unter ZuseHung einer ziemlichen Menge poetischer Formeln. Es ist aber der Inhalt dieser Poesien, welche Iozeroß genennet werden, so wie sie an den beyden ersten Tagen des passahfestes gebraucht zu werden pflegen, mehrentheils aus dem hohen Liede «valomonis hergenommen. Wie denn auch am Ende jeder Strophe, einige Worte dieses heiligen Liedes mit eingerücket sind. Das erste dieser Gedichte, welches sich anfängt: piv'' -M, ist ohngefähr auf folgende Art eingerichtet. „Das rechte Licht des Heils der Seeligen, (das sind die ersten, nur eben a»gezeigten Worte desselben,) ist die Beobachtung der ihnen von Gott bestimmten Rechte, und Gebrauche (ihres Gottesdienstes.) Deswegen will ich ihn,(den Herrn,) unter feinen Geliebten, durch Gesänge loben; ein Lied im höher« Chor, oder den Gesang der Gesänge, d. i. den besten unter allen Gesängen, (will ich singen.) das Reh, oder die Hindin, (im hohen Liede Salom. 2. v. 9.) die so verlangenswürdig ist, als frisches Wasser einer matten Seele; diese hat mich überflüßiggetranket Er lässe mich mit dem Kusse seines Mundes-