Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Drey und zwanzigtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 358 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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45S LL OXO sein eigner Baker wäre hierdurch aufs äußerste wieder ihn aufgebracht worden, so daß er es sehr bereuet, ihn vorher aus der Gewalt und von der Verfolgung des Königes errettet zu haben. Er wäre demnach selbst zu dem Könige hingegangen, und harte es ihm freymüthig entdecket, daß er sein Kind so lange vor ihm versteckt gehalten, welches er aber nunmehro gar sehr bereuete. Denn seiit Sohn wäre ein solcher Verächter ihrer Götzen, -aß er sich nicht gescheuek hätte, alle Bilder derselben, die er bey sich gehabt, zu zerschmettern. Worauf der König-en Befehl ertheilet, daß der Knabe in einen feurigen Ofen geworfen werden sollte, llnd dieses ley auch geschehen; Indem Abraham sich nicht hätte bequemen wollen, seine begangene That zu bereuen, und die ihm vorgestellten Götzen, anzubeten. Allein er sey mitten im Feuer, in Begleitung eines Engels herumgegangen , und' hätte Gott gelobet; weswegen er denn auch von dem Könige bald wieder Herausgeilaffen worden. Als die dritte Versuchung geben sie dieß an, daß er aus seinem Vaterlands, und von seiner Freundschaft habe Herweg ziehen wüstem —' Die vierte, ist die Theuruyg gewesen, dis zu leinen Zeiten sich eräugnet. Denn sie sagen sy: Da diese-Theurung eben zu her Zeit entstanden, a?s Gott dem Abraham den Befehl ertheilet hätte, aus seinem Lande zu gehe»; und da ferner eben diese Theurung nur allein das Land Canaan betroffen, wohin doch Abraham vorher vermöge eines göttlichen Befehls hätte gehen müssen; so könnte man hieraus deutlich sehen, daß