Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Zwey und zwanzigtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 348 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Z48 LL Md 21V Jom Tof, d. i. „Guten Tag," welches denn der andere mit den Worten: „Gur Johr/° d. i. «Gut Jahr" beantwortet. Nach eingenommener Mittagsmahlzeit ist ihnen befohlen, gutes und nützliche Bücher zu lesen, zu beten, oder einige Psalmen herzusagen, und das insbesondere darum, damit sie nicht etwa in einenSchlaf verfallen. Denn dieser ist ihnen an diesem Feste, den Tag über, gänzlich untersagt. —. Rückt die Zeit heran, das Mmcha, oder Vespergebet zu verrichten, so gehen sie in die Synagoge, beten dasselbe auf die Art wie am Sabbath; außer, daß das Schmoneh Esrehgebet auf die Art verändert werden muß, wie wir es bey. dem Frühgebet dieses Festes bereits beschrieben haben. Nach diesem Minchagebee gehen alle, auch die Weiber, Und, Kinder nicht ausgenommen, vor die Stadt, zu einem fließenden Wasser, oder an einen Fischteich, um, wie sie zu reden pflegen, Thaschlich zu machen. Dieses Wort heißt eigentlich, so viel, als, du wirst wegwerfen. Es ist aus einer Stelle des Propheten Micha Cap. 7. v. 19. entlehnet, da es heißet: „Er wird sich unsrer wieder erbarmen, unsre Misstthat dampfen, und aste unsre Sünde in die Tiefe des Meeres werfen." Die Ccremonie an sich selbst besteht darinnen. Wenn sie an das Wasser kommen, so bleiben sie am Ufer stehen, und sprechen aus Micha 7 die Worte: v. ,8. 19.20. „Wer ist so ein Gott wie du? der die Un» gerechtigkeit ertragt, und die Missethat vorüber gehen lasset." Ferner aus Psalm i iH den s. bis y Vers. Nach diesem, den §z. Psalm. Und indem sie diesen Hefen, saßet.ein jeder die Falten seines Kleides an, und schüt-