Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 303 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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KU AM Z-U svZ Mn iEben folgende zehen Ilrfachen angegeben. WeilGotten diesem Tage dieWelt erschaffen-, und also König über die ganze Welt worden. Ein König aber, sagen sie, wenn er seine Regierung antric, lasset im ganzen Lande blasen, um den Antritt seiner Regierung Allen kund zu machen. Und so blasen wir auch, um zu zeigen, daß Gott König über uns sey, wie David im Psalm 98. v. 6. spricht: ,.Mit Trompeten, und der Stimme der Posaune jauchzet, (blaset) vor dem König Jehovah. 2) Weil Rosch HaUsSN« der erste von den bestimmten Zehen Tagen der Buße iss; (davon wir weiter unten hören werden.) Es wird also mit dem Schophcr geblasen, um jedermann dadurch zur Buße zu erwecken, z) Weil es die Absicht habe, sie, das Volk der Juden, daran zu erinnern, wie Vormahls Israel bey dem Berge Sinai gestanden habe. Denn davon heißt es 2. B. Mos. 19. v. 16. „Die Stimme der Posaune war sehr stark." Eben so sollen also auch sie, wie jene damahls, erzittern herzliche Buße rhun, und wie jene sprechen: „Wir wol-ens thun, und» hören." 4) Weil sie sich bey dieser Gelegenheit der Worte der Propheten, die einer hellklingenden Posaune verglichen werden,erinnern sollen. Wie es z. E. Ezech. z z. v. 4. heißet. „Wer aber die Stimme der Posaune höret und sich nicht rc. — 5) Weil es eine Erinnerung an die Zeustöhrung des Tempels, seyn soll, davon Jeremias klaget 4. v. 19. „Ich höre die Stimme der Posaune und das Blasen des Streites.