Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Funfzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 227 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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KU «XG KU s-y Md.dieß kein ganzer Feyerkag, sondern es ist dieser BkK nur in einigen Gebräuchen, und nur durch Vermehrung, oderauchWeglassung einiger Gebete, von andern gemeinen Tagen unterschieden. Es dürfen auch an demselben die Mannspersonen ihre Arbeit verrichten. Nur allein die Weibspersonen Müssen sich derselben gänzlich enthalten; weil, wie sie zu sagen pflegen, dieser Tag nur eigentlich allein den Weibern zu einem Feyerkag sey vorgeschrieben worden. Hie Ursach, die sie davon anführen, ist sehr seltsam, und beruhet darauf, daß man erzehlek, als Aaron das gegossene Kalb am Neumond gemachet , so hätten die Weiber sich geweigert ihre Ohrenringe und Spangen herzuge- Len; Denn es stünde 2. B.Mos. z2. 3. „Da riß alles Volk seine güldene Ohrringe ab, welche in ihren Ohren waren. -— Die letzten Worte heissen im Hebräischen Ascher beosnehem, und da gienge der Partikel ^em blos auf die Männer, und man könnte daraus schließen, daß die Weiber die ihrigen nicht Oergegeben. Zu dem Tempelbau aber, davon der Anfang im Neumond des Monaths Ssisarr ge- P 2 macht man in Briefen, am ersten Festtage: Heute ist Neumond, (als den des zu Ende gehenden Monaths,) und am zweyten Festtage heißt es; Heute ist der erste Tag des Monaths - « kleinlich des neuen Monaths." - Es ist also eine Miefache Art der Feyer dieses Festes, und hat man dazu nur in dem Fall zween Tage bestimmet, wenn einer zu dem vorhergegangenen Mo* nach hat eingeschaltet werden mnssem