Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Dreyzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 207 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS GXO LS 207 würde; so erlaubt man es »ihm zwar, etwas zu schlafen , fedoch muß er schlechterdings noch vor Anbruch des Tages sich wieder ermuntern und aufstehen, damit ervonderRahel,(das ist ihre Sprache,) wenn sie mit ihrem Freunde bey Anbruch des Morgens hereintritt, wachend angetroffen werde. Um nun diese Anordnung desto'wichtiger zu machen, so führet eben dieser Verfasser aus dem Sohar folgendes an: R. Elieser habe weinend gesaget, wie ihre Weisen lehreken daß in dieser Zeit der Heilige Hochgelobte alle 390. Himmel erzittern lasse, indem er mit dem Fuße stampfe und selbst über die Zerstörung des heiligen Tempels - weine, und zwey Thranen in das grosse Meer fal* len lasse.' Es sey daher nöthig daß jeder Mensch aus Liebe zu Gott in dieser Zeit aufstehe, und ihm aus allen seinen Kräften durch Gebet- und durch Lesung des Gesetzes diene und ehre. Diese Verordnung sagt er, wäre selbst vom Himmel, durch den Elias hemb gebracht worden; Und es wäre diese Zeit, Gott eine sehr wohlgefällige Zeit, da er gewiß mit allen Gerechten diesen Uebungen zuhöre. Weswegen sich auch derjenige, der sich hierzu gewöhnet, gewiß versichert halten könnte, daß der Heilige Hochgelobte ihm gnädig seyn, und daß er gewiß das künftige Leben erlangen, dis Lieblichkeit des Herrn in seinem Pallast in dem. ' obersten Paradiese anschauen, und alle das Gute, welches den Gerechten auf künftig Vorbehalten ist, ererben werde. Was