Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Zehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 159 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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159 verstehen; Und in Absicht der letztem wissendaß man bey ihnen davor halte, Amaleck, der Feind des ehemaligen jüdischen Volles, sey deswegen von Gott wieder Israel zu streiten, geschicket worden, weil sie drey Tage in der Wüsten ohne Wasser, d. i. ohne Gesetz gelebet hätten. — Endlich müssen wir auch dieß bemerken, daß eben diese Tage, welche sie gemeiniglich -v'' 'Ieine rozon, d. i. MohlZefällige Tage nennen, zu ihren Gerichtstagen ausgefetzk sind. Wobey sie wissen wollen , daß Gott der Herr selbst an diesen Tagen gleichfalls Gericht halte. Sie gebieten daher auch, an diesen mehr, als an andern zu beten. Ja fromme Juden fasten gar diese Tage über. Und das mag auch wohl der Pharisäer zur Zeit Christi gechan haben, der mit hochmüthigen. Herzen sagte: „Ich faste zweymal in der Wochen." Man pfleget deswegen nurgedachke Tags, also zuzubringen: Wenn der Vorsänger in dem Sch-rchriß, strühgebek, das Gchmoneh Essr h wk'derhvlet hac, so beten sie stehend das lange e-.-ni Vehu Ra-dinn, welches aus folgenden einzelnen Stücken bestehet. In dem drim Dehn R-rck?ttm sagen sie, daß sie sich gänzlich ^auf Gottes Barmherzigkeit verlassen wollen, und daß also st ott sie gewiß nicht so, wie sie es mit ihren Sünden verdienet, strafen werde, indem er es tonst ganz aus mit ihnen machen müßte. Lasey erinnern sie rhn an.