Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Neuntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LA LA!Z7 in die rechte Hand, und spricht: „Gelobet seyst du Jehovah unser Gott, König der Welt, der du er? schaffen hast vielerley Gewürz;" Sodann riechet er an das Gewürz, und giebt es auch den Umstehenden, daran zu riechen. Hernach halt er beyde Hände gegen das Acht eingebogen, und wenn er sie wieder aufthut, so bestehet er dieselben, und absonderlich die Nägel, und spricht dazu: „Gelobet seyst du Jehovah der du ein Helles Licht oder Feuer erschaffen hast. Gelobet seyst du Jehovah der du einen Unterschied gemacht hast, unter dm Heiligen und Gemeinen, unter Licht, und Finsterniß, unter Israel, und andern Völkern, unter den siebenden Tage, und den andern sechs Werkeltagen. Gelobet seyst du Jehovah der du einen Unterschied machest zwischen Heiligen und Gemeinen." .— Nun trinket er ein wenig aus dem Becher, schüttet abermals ein wenig auf die Erde, oder auf den Tisch, und löschet in diesem ausgegoffenen Weine das Licht aus. Den Uebrigen giebt er den.umstehenden Knaben zu trinken. Einige haben die Gewohnheit an die ausgelöschte Kerze zu riechen, weil dieses zur Stärkung des Gedächtnisses besonders kräftig seyn soll. Es wird auch für sehr gut gehalten, die Augen mit diesem vergossenen Weine zu waschen; wobey man «verfolgende Worte sprechen muß: „Das Gesetz des Herrn ist rein, es erleuchtet die Augen." Und 'es soll derjenige, der sich dieses Mittels bedienet, noch dabey in seinen Gedanken den Wunsch hegen, daß ihm Gott die Geheimnisse des Gesetzes offen- I; baren