Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Neuntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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iz6 AS OXO AS ns Fackel seyn,) welche aufcinen absonderlich darzu verfertigten Leuchter stehet. Diese angezündete Kerze wird einem Knaben zu halten gegeben. Der Vorsänger nimmt einen Becher, welchen er voll Wein einschenkt, und zwar so voll, daß etwas auf die Erde herab läuft; denn es heißet, wenn bcrM Ausgange des Sabbaths der Wein nicht wie Wasser auf die Erde gegossen wird, so ist in einem solchen Hause kein Segen zu hoffen. Unter den Einschenken wird ein kurzes Gebet n— »rMw' Hirrne El Jefchuosti, gesungen, welches also lautet: »Siehe der starke Gott ist mein Heil, ich bin sicher, und fürchte mich nicht, denn der Jehovah ist meine Stärke, und eine besingenswürdige Herrlichkeit, (die hebräischen Worte heissen n' Gimmrß Iah, ein preißwär» digen Gott,) dieser ist meine Hülfe worden. Ihr werdet aus den Brunnen des Heils, Wasser schöpfen mit Freuden, denn dein o Jehovah ist das Heil, dein Segen sei) über deinem Volke Sela! Der Jehovah Zebaoth ist mit uns, der Gott Jacob ist unsre hohe Zuflucht, Sela! Wie die Juden (unsre Väter,) vormals Licht, Freude, Wonne, und Herrlichkeit von dir empfangen hatten; so laß sie auch ferner bey uns seyn. Ich will Len Becher des Heils nehmen, und des Herrn Namen predigen." Hierbey nimmt der Jude nun den Becher selbst in die rechte Hand, und spricht den ordentlichen Segen über den Wein. Alsdenn fasset er den Becher in die linke Hand, und nimmt ein silbernes Büchschen.mit Gewürz in