Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Achtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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rs4 AS OX» AS könnten, so wollen wir doch um den Leser nicht allzu sehr beschwerlich zu fallen, davon hier abbrechen, und uns wieder zu den übrigen sabbathlichen Verrichtungen zurück wenden. Wir haben den Juden da in seiner Mittagsruhe verlassen; aus -er wir ihn nun, ohne Bedenken wieder aufwecken, und zu seiner dritten Sabbatsmahlzeit führen. Man nennet diese Schsloß ^eudoß, und sie wird von einigen vor, von andern aber nach dem Minchagebek gehalten. Ehe man aber diese Mahlzeit verrichtet, müssen erst die acht letzten Capitel aus der Mischnah, von dem Tractat ^abbnrs), mit untermengten Versen des hohen Liedes Salomonis, ingleichen ein Stück aus dem Sohar hergesaget werden; alsdenn darf man sich zu Tische setzen. Ob nun gleich der Gewohnheit nach, bey dieser Mahlzeit eigentlich kein Kidduschwein nöthig ist, so ist doch denen Frommen als etwas außerordentliches angepriesen, auch hier Wein zum Kiddusch dabey zu haben. Denn sie sagen, dadurch, daß man auch bey dieser Mahlzeit den Segen über den Wein spreche, würde Man von den großen Bedrückungen und ängstlichen Zeiten befreyet, die künftig bey den Kriegen des Gog und Magog seyn würden; und dieses wird auf CabbaliftischeArt bewiesen. — Ferner führt man an, daß zu dieser Vesperzeit des Sabbaths, Moses, David, und Joseph, drey Säulen der Welt, gestorben wären; welches ihnen unter ihrer Mahlzeit