Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Viertes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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aber von außen, und nicht von innen zusammen gsnäht werden. — Zerreißet von ohngefähr ein solcher Faden, so darf man ihn wohl ein oder zweyrnahl, nicht aber dreymahl knüpfen. In Absicht der Schreibart, ist zu merken, daß auf einer Haut zwar mehr als ein^E'olomme gemacht werde; allein es darf keine breiter seyn, als die halbe Höhe des Pergamentes besagt. — Keine Zeile soll langer seyn, als daß sie dxey vielsylbige Wörter oder dreyßig Buchstaben in sich fasse. — Zwischen einer jeden Coloinme muß ein zwey Finger breiter Raum gelassen werden. Wo aber zwey Stücken Pergament zusammen geheftet sind, (denn man nahet sie nicht unter einander, sondern neben einander, und schreibt also immer in der Quere fort;) da muß der Zwischenraum noch etwas gröser seyn, ——4 Eine jede Columme hat nicht mehr als 60. und nicht weniger als 48. Zeilen. Aden muß ein Raum von drey quer Finger, und unten von viey quer Finger, bleiben, damit die Schrift desto ansehnlicher darauf erscheine. — Ehe man schreibt, muß alles mit Linien bezeichnet werden, welche Linien aber dermaßen tief in das Pergament eingedrücket werden, daß matt" selbige auf der andern Seite wohl erkennen kann. Die Dinte wird also zubereiket. Sie sammlen den Rauch von Pech, nehmen Oehl, oder Unschlüt, stoffen darzu Kohle, und knaten es mit ein wenig Höst ig als einen Teig durch einander; und den lassest sie