Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Zweytes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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24 böse Engel genöthiget, das Amen darzu z» sagen. Wo aber nicht alles in guter Bereitschaft gefunden werde, da thäke der böse Engel eben einen solchen Wunsch, wie vorhin der gute Engel, und dazu müsse denn dieser gleichfalls das Amen sagen. — Daß die Juden dieses letztere in der Thatalso für wahr halten, erflehet man aus einem ihrer Sabbathslieder, darinnen es heisset: „Wenn der Tisch ordentlich zubereitet ist, so stimmet ein Engel Gottes den Segen anrc. und der böse Engel stimmet das Amen an. Nach obgenannten Gebet soll ein Jude noch dieß hinzuseßen: „Er wird seinen Engeln über dir Befehl thun, dich zu bewahren auf allen deinen Wegen. Der Jehovah wird deinen Ausgang und Eingang von nun an, bis in Ewigkeit bewahren." — Darauf folgt ein langes Gebet ^2 Gibbon kol haolmnim, d. i. Herr aller Welk, rc. genannt. Wir dürfen unsere Leser mit diesem langen Gebet nicht beschweren/ ondern sagen nur kürzlich, daß dasselbe die Bitte enthalte, daß sie Gott für Armuth und für allen Bösen bewahren, und seinen Engeln befehlen wolle, sie, weil sie ihre Lichter angezündet, ihre Kleider verwechselt, ihr Bette zurechke gemacht, den Tisch gedeckt, u. s. w. zu segnen rc. — Ist dieß geschehen, so sollen nun noch, aus dem Sprüchw. Sal. zi. die letzten 22. Verse hergesaget werden. Diese 22. Ver-