Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Zweytes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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»» LZ EXO LZ Nach diesem wendet er sich gegen den Tisch, und spricht: „Friede sey über Euch, ihr Dienstengel, ihr Engel des Höchsten, der ein König aller Könige ist, der Heilige, welcher hochgelobet sey. Eure Ankunft sey zum Frieden, ihr Enge! des Friedens, ihr Engel des Höchsten rc. Segnet mich mit Frieden. Ihr Engel des Friedens rc. Euer Ausgang sey in Frieden, ihr Engel des Friedens rc." — Jeden von diesen Versen singet er dreymal. Der Sohar sagt uns zur Erklärung dieses Gebets folgendes: „Jeder der am Sabbath aus der Synagoge kommt, wird auf beyden Seiten von Engeln begleitet, auf denen die Schechina ruhet. Wenn nun ein solcher Mensch in stein Hauß eintritt, und die Schechina sammt den Engeln, stehet die Schabbeslichrer angezündet, den Tisch wohl zubereitct, und Mann und Weib einander freundlich und liebreich begegnen, so spricht die Schechina alsdenn: Dieser Israelit gehöret mir zu. Durch ihn will ich verherrlichet werden. Vey demjenigen aber, wo sich das Gegentheil findet, und besonders Mann und Weib sich nicht gut begegnen, da gehet die Schechina mit den Engeln gleich wieder fort, und der Jsezeu Horrah, d. i. der böse Geist tritt mit seinen Heeren herein, und spricht: Dieser gehöret mir zu. Und sogleich bekommt dieser unreine Geist Gewalt über ihn. Daher nimmt sich jeder Jude sorgfältig in Acht, wenigstens beym Eintritt des Sabbaths gegen lein Weib sich freundlich zu verhalten. Und dieses schärfet auch daher das Buch