Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Drey und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 358 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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s;r TL EXE TL net hatte, diesen Ausruf verstehen, und sich zum Essen einfinden möchte. — Was aber dabey mit der Schüssel vorgenommen werde, das geschehe in der Absicht, um die am Tische fitzenden Kinder dadurch begierig zu machen zu fragen was dis alles zu bedeuten habe. Und wir werben sogleich hören, daß dergleichen Anfrage nothwendig geschehen müsse. Sobald die Schüssel wieder an ihren gehörigen Orr hingestcllet worden, so werden die Becher zum zweytenmale wieder voll eingeschenket. Nunmehr thut ein am Tische fitzendes Kind oder sonst semand, der barzu vorbereitet ist, folgende Frage, und zwar in hebräischer Sprache: „O wie ist doch diese Nacht von andern Nachten so gax sehr unterschieden! In allen andern Nächten essen wir gesäuert, und ungesäuert Brod nach Gefallen; An dieser Nacht aber allein ungesäuertes, In andern Nächten essen wir allerley Krauter in dieser Nacht aber allein bittere Krauter! An andern Nächten tunken wir nicht einmahl ein, in dieser Nacht aber zweymahl: In andern Nächten können wir, bey dem Essen sitzen, oder uns anlehnen, wie wir wollen, in dieser Nacht aber müssen wir uns alle anlehnen! (Eigentlich ist zwar niemand als der Halisherr bey Tische angelehnet, aber sie drücken sich in diesen Worten so aus, als ob auch die Andern zu der Zeit angelehnt ruheten.) — Die Antwort, welche von allen zugleich darauf ertheilec wird, ist folgende: „Wir waren des