Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Drey und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 355 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LA OXO LA 35k Rarpeß, ist ein chaldaisches Wort, und wird durch peterstiie ausgedrücker. Der Haußvater muß nemlich von der vor ihm stehenden Petersilie oder Körbel etwas weniges zulangendasselbe in Eßig-oder Salzwasser tunken, und?dabei) sprechen: „Gelobet seyst du Jehovah, unser Gott, König der Welt, der du die Frucht der Erden geschaffen hast." — Sodann ißet ec solches, ssmd theilet denen Anwesenden gleich» falls etwas davor» mit. Das vierte Wort Iachetz, will soviel sagen: er soll zertheilett. Die Absicht ist, daß der Haußvater den mittelsten von denen in der Schüssel liegenden dreyMitzvoßkrrchen hervor langen, und ihm in zwey Theile zerbrechen soll. Wenn das geschehen, so leget er die eine Hälfte davon unter sein Hauptküssen. Dieselbe wird sMp'Sdr Äphikornen genannt, welches nach der Meynung des Elias K'vita ein griechisches Wort ist, uns soviel als der Nachtisch heissen soll. Man lernet das aus der Stelle des Tract. pestrchim, S. 119. Col. 2. wo es in einer Mischna heisset: „Man »nacht sich nicht los (nemlich von der Mahlzeit) sogleich nach dem Passah (d. i. wenn man das Osterlamm gegessen hat) um des Aphikomen willen, d. i. in der Absicht, um noch etwas zum Nachtisch zu genießen. — Heut zu Tage nun haben sie aber kein Osterlamm mehr, und darum sollen sie auch nach der Mazzeh. oder nach den Osterkuchen, nichts mehr zum Nachtisch zu sich nehmen. Wir