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Der Jude · 1769-01-01 · Drey und zwanzigtes Stück (1769) · p. Seite 354

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Journal
Der Jude
Volume
Dritter Band (1769)
Issue
Drey und zwanzigtes Stück (1769)
Date
1769-01-01
Page
Seite 354 (sequence 2)
Language
German
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354 LL OXO Wir wollen diese Worte unfern Lesern nun- . mehr nach der Ordnung dieser Gebräuche einzeln nach einander erklären. Sobald man sich zu Tische geseHet, so geschiehet das, was das erste dieser sechzehn Worte anzeiget. Es heisset dasselbe VNp Lnddesch), d. i. heilige! Das will so viel sagen: der Hanßvater soll vor allen Dingen, das, an allen Sabbathen und Festtagen gewöhnliche Liddusch sprechen, und den Wein damit einsegnen. Da nun jeder Gast an diesen Abenden, wie wir gehöret, vier Becher mit Wein zu trinken hat, so nimmt auch jeder, noch vorher, ehe der Haußvaker das Wdduschgebet spricht, seinen vor sich stehenden .Becher in die Hand, und hetet gleichfalls: „Siehe, ich bin bereit und willig das Gebot der vier Becher zu vollbringen, und dieses soll der erste da- -von seyn. Im Namen des Einigen, Heiligen, nnd Hochgelobten, und seiner Schechina.'? — Nun spricht der Hausherr das Lidöuschgebee, beliebst dem Schehnchrjsnn. Worauf er sich auf die linke Seite lehnet, und seinen Becher ruhig austrinket. — Die andern folgen ihm nach. Durch das andere Wort Urcharz, wird der Haußvater erinnert sich zu waschen. Dazu wird ihm von dem Diener, das Waschbecken nebst einer O.uele hingereichet; worauf er sich also würklich die Hände waschet, aber doch kein Gebet dabey verrichtet.

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