Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Zwey und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 345 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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TL OXO TL z45 die dritte Mahlzeit mit ein wenig Fleisch , oder Fisch, doch ohne Vrod, und Vier, oder dergleichen, zu vollbringen. Der Gohau aber erlaubt auch den Fisch und das Fleisch nicht, sondern will,, daß man anstatt dieser dritten Sabbaths- Mahlzeit lieber blos ein Gläschen Wein trinke; übrigens aber den Rest dieses Tages mit Lesung eines guten Buches, oder mit Betrachtung der am Passah üblichen Ceremonien zubringe. Das Verbrennen des Gesäuerten, dessen wir nur itzt wieder gedacht, geschehet gewöhnlicher Weise um i o. Uhr, und zwar auf folgende Art, Ein Haußvater nimmt den Lössel, in welchen er an dem vorigen Abend die Brosamen gesammelt Hatte, macht an einem darzu bequemen Orte ein Feuer, wirft den Lössel hinein, und laßt ihn mit allen was darinnen ist, ganz zu Asche verbrennen. Dabey wiederholet er, das schon gestern, bey Durchsuchung des Hauses gesprochene ckaldaische Ausfeyungsgebet—. Warum dieses Gebet eben in Chaldaischer Sprache gesprochen werden müsse, davon giebt uns der Behillaeh SHlomo im 2. Theil. S. r. Col. 4. folgende wichtige Ursache an. „Das Brod, sagt der Verfasser, ist das Leben der Menschen, (vielleicht soll das sovielheissen, als, es sey das beste Nahrungsmittel zur Erhaltung des menschlichen Lebens;) und daher geziemete es sich eigentlich nicht, daß man esso schlecht behandele, und es verbrenne. Der Ausfegungs- Spruch muß also chaldäisch dabey gesprochen wer- V 5 den,