Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Ein und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 336 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Z;6 LS OXD LS ' mez, oder solchen Speise»/ die am Passah verboten, gänzlich weg. Was nun aber die «Osterkuchen selbst betrifk, so heiset es zwar, daß es am besten sey, wenn diese Kuchen erstlich, nachdem das Gesäuerte alles aus dem Hause geschaffet worden,. gebacken würden. Jedoch pfleget man sich nicht so genau an diese Vorschrift zu binden, sondern sie backen diese Kirchen nach Beschaffenheit der Umstände, einen, zween, und auch wohl mehrere Tage vor Ostern. Wenn diese Kuchen sollen gebacken werden, so bringet jeder erstlich das darzu gehörige Geräche herbey. Dieses bestehet in Molden, oder innwendig glaßirten töpfernen Aschen. Es gehören dazu ferner die Schieber zum einschieben in den Ofen; runde Treibe-und eckigte Vrechhölzer, und endlich die Sticheleisen, welche ohngefähr wie ein Pferdekamm gestaltet sind. Ob nun gleich dieses Geräthe nur allein zu diesem Gebrauch, am Passah von Jahr zu Jahr sorgfältig aufbewahret wird, so muß es doch alle Zeit, wenn.sie es brauchen wollen, mik'der größten Accuratesse gereiniget, und absonderlich das was hölzern ist, mit Glaß abgeschabet, und glatt gemacht, was aber eisern, ausgeglüet werden. — Sie sehen auch genau darauf, Laß in den Molden, darinnen man den Teig knaten soll, keine Spalten gefunden werden.